CO2 Removals aus biogenen Gebäudeprojekten. Lokal geschaffen - mit weltweiter Wirkung

Gebäude verursachen etwa ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen und stellen gleichzeitig einen der effektivsten und kosteneffizientesten Hebel im Kampf gegen den Klimawandel dar – so bestätigen es führende Fachleute. Der gezielte Einsatz biogener Baumaterialien trägt nicht nur maßgeblich zur Emissionsreduktion bei, sondern speichert Kohlenstoff über Jahrzehnte. Das Potential ist beträchtlich: Würde 2050 die Hälfte aller Neubauten mit Holz gebaut, betrüge die Einspeicherung 41 Gigatonnen.

Unser Ziel bei milton.earth ist es, die nachhaltige Bauwirtschaft gezielt zu fördern, indem wir transparente und qualitativ hochwertige CO2-Zertifikate für biogene Baustoffe wie Holz, Hanf, Stroh, Kork und Pflanzenkohle (-Beton) bereitstellen. Wir setzen dabei auf den von ICROA empfohlenen „Global Construction C-Sink Standard“. Dieses Zertifikat, entwickelt von Carbon Standards International in Übereinstimmung mit den Grundsätzen des EU Carbon Removal Certification Framework (CRCF), erfasst die Netto-Kohlenstoffsenkenleistung eines Gebäudes präzise.

Das bedeutet: Je mehr CO2 ein Gebäude durch den Einsatz biogener Baustoffe bindet, desto größer ist die Menge an Kohlenstoff, die der Atmosphäre für Jahrzehnte entzogen wird. Durch die Transformation der gebauten Umgebung - weniger Stahl und Beton und mehr biogene Baumaterialien aus nachhaltiger Bewirtschaftung - entstehen zwei klimarelevante Effekte: die Reduktion von Emissionen durch klimaschonende Materialien sowie die langfristige Speicherung von CO2 als Kohlenstoffsenke.

Unsere Berechnungen zeigen, dass bei Verwendung nachhaltiger Baumaterialien auf jede vermiedene Tonne CO2 eine weitere Tonne CO2 langfristig gebunden wird. Dieser bedeutende Co-Benefit macht jedes nachhaltige Bauprojekt zu einem messbaren Beitrag für den Klimaschutz.

«Reforest the planet and retimber the city»

Prof. Dr. Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Klimaforscher & Gründer des Potsdam Institute for Climate Impact Research

Negativ-Emissionstechnologien (NET) sind notwendig

Carbon-Removals (Negativemissionen) sind immer zusätzliche Maßnahmen. An erster Stelle steht immer die Vermeidung von Emissionen. Nach dem Motto: Do your best, offset the rest. Natürliche (temporäre) Senken sind derzeit unverzichtbar.

Viele Staaten und Unternehmen verfolgen Net-Zero-Strategien, um die Klimakrise wirksam zu bekämpfen. Prozess- und Produktoptimierungen allein reichen jedoch nicht aus; die CO2-Entnahme aus der Atmosphäre ist unverzichtbar, um das Net-Zero-Ziel zu erreichen.

Natürliche Methoden der Entnahme von CO2 aus der Atmosphäre sind in der EU dem sogenannten LULUCF-Sektor (Land Use, Land Use Change and Forestry - Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) zugeordnet. Maßnahmen wie verbesserte Waldbewirtschaftung, Aufforstung und Moorwiedervernässung speichern Kohlenstoff langfristig. Die Umwandlung von Biomasse zu Pflanzenkohle erhöht den Humusgehalt des Bodens und bindet CO2 sogar dauerhaft. Unternehmen wie Microsoft investieren bevorzugt in solche Senkenzertifikate, da diese vergleichsweise günstig sind (unter 50 CHF pro Tonne CO2).

Technologische Verfahren wie Bioenergie mit Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (BECCS) beispielsweise die CO2-Abscheidung bei der Kläranlage Werdhölzli Zürich, sowie die Direkte Abscheidung und Speicherung von CO2 aus der Atmosphäre (DACCS), etwa durch Unternehmen wie Climeworks, gewinnen an Bedeutung. Diese Technologien befinden sich jedoch noch in einem frühen Entwicklungsstadium und werden voraussichtlich erst ab etwa 2040 für den industriellen Einsatz verfügbar sein. BECCS steht in Europa vor großen Herausforderungen, da CO₂-Abscheidung, Transport und Speicherung gleichzeitig und im gleichen Tempo ausgebaut werden müssen. Ein grenzüberschreitendes Pipelinesystem ist dafür essenziell, doch Emittenten und Infrastrukturbetreiber warten gegenseitig ab, was den Fortschritt hemmt. Deshalb ist es wichtig, auch andere CO₂-Entnahmelösungen zu fördern.

Um das Klimaziel des Pariser Abkommens bzw. die EU-Klimaziele von 2040 und 2050 zu erreichen, sind natürliche, temporäre CO2-Removals vorerst unersetzlich. Dies wird auch vom EU Klimarat bestätigt und spiegelt sich im Carbon Removal Certification Framework (CRCF) wider. Zu diesen temporären Senken zählen insbesondere auch Gebäude aus biogenen Materialien. Der Vorteil dieser Senken liegt in dem genannten Co-Benefit (1 T CO2-Reduktion + 1 Tonne C-Senke).

Gebäude als C-Senken entfalten eine globale Wirkung, sind aber lokal geschaffen und zertifizierbar (was sie nachweisbar und “besuchbar” macht).

Status Quo: CO2-Entnahmen

Derzeitige Gesamtmenge der Entnahmen weltweit: 20-22 Gt CO2/Jahr

~99,9% davon entfallen aktuell auf natürliche Methoden der Entnahme, i.e. LULUCF (Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft) & Ozeane.

Gebäude aus biogenen Materialien, wie Holz, Stroh oder Schilf sind ebenfalls natürliche CO2-Speicher.

~0,1% davon entfallen aktuell auf technologiebasierte CDR Methoden, i.e. DACCS, BECCS etc.

Quelle: IPCC Report (Mitigation of ClimateChange), 2022, State of Carbon Dioxide Removal Report (2024), Aktueller Stand (2022-2024): Natürliche Methoden ~99,9%, technologiebasierte Methoden ~0,1%

Grafik: Provided by Global CCS Institute

Durch den Kauf von CO2-Entnahmezertifikaten können Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Sie ermöglichen die Entwicklung innovativer Baumaterialien und eröffnen spannende Geschäftschancen.
— Claudia Feurstein

Kurz zusammengefasst:

milton.earth – Ihr Partner für eine nachhaltige Transformation der Bauindustrie. CO2 Removals aus biogenen Gebäudeprojekten.

milton.earth ist Ihr Partner auf dem Weg zu Net-Zero. Transformieren Sie mit uns die Bauindustrie mit biogenen Materialien und zertifizierten CO2-Removals.